2008er Deerns auf dem Gothia-Cup

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2008er Deerns beim Gothia-Cup


Eine Woche Vollgas- Fußball in Schweden oder: wie wir als AFM und FuJu verreisten und als Altona 93 zurück kamen.

Allein die Zahlen machen Lust auf dieses großartige Turnier: Beim Gothia-Cup, dem größten Jugend Turnier der Welt trafen dieses Jahr 1686 Teams aus 75 unterschiedlichen Ländern in insgesamt 4324 Spielen an 31 Spielstätten in Göteborg, Schweden aufeinander. Ein riesengroßes Fussballfest der Nationen! Und wir, die Jahrgang 2008er-Deerns als erstes und einziges Mädchenteam von Altona 93 mittendrin!

Unser Team setzte sich aus Spielerinnen, die seid einer Saison trainieren und aus alten Hasen, die den Ball seit ihrem 5 Lebensjahr kicken zusammen. Wir trainieren gemeinsam, sind aber als 1. und 3. E-Junioren für den Spielbetrieb gemeldet. Die Reise zum Gothia-Cup wird seit Jahren vom Vorstand der FuJu organisiert, daher starteten wir am Sonntag morgen um 6.30 Uhr gemeinsam mit zwei 2008er und zwei 2006er Jungs-Teams, und der A-Jugend in einem proppenvollem Bus mit bestgelaunten Insassen Richtung Norden.

Dass sich Jungs und Mädchen vorher maximal vom Sehen kannten war nach fünf Minuten vergessen. Alle quatschten und scherzten miteinander und fachsimpelten über ihren Lieblingssport und  -verein. So wurden nach einer langen aber kurzweiligen Fahrt die Taschen gemeinsam die 120 Stufen zu unserer 4-Sterne-DeLuxe Unterkunft, der Nordhem-Schule hochgeschleppt. Die Klassenzimmer wurden bezogen, die Isomatten aufgepustet, das Abendessen hastig verschlungen. Kurze Zeit später wurden schon die ersten Bälle beim Fussballtennis auf dem Schulhof jongliert.

Treffen der 2008er Deerns

 

Fussballtennis:

Das Spielfeld ist ein Quadrat, das wiederum in vier gleich große Quadrate unterteilt ist. in jedem Feld steht ein Spieler. Es gibt ein

Anfangsfeld und ein Zielfeld. Die Spieler*in im Zielfeld macht die Angabe. Der Ball wird zwischen den Spieler*innen hochgehalten und darf im eigenen Feld nur ein mal aufkommen. Berührt der Ball mehr als einmal den Boden oder schafft die Spieler*in es nicht, den Ball in ein anderes Feld zu kicken, wird eine neue Spieler*in in das Anfangsfeld eingewechselt. Alle anderen rotieren im Uhrzeigersinn. Ziel ist es, das Zielfeld zu erreichen und möglichst lange dort zu bleiben.

Erst standen nur ein paar Jungs dort, aber der Hof füllte sich schnell und auf den beiden Feldern tummelten sich unsere Jungs-Teams, Schwedinnen, Norwegerinnen, Kanadier und Jungs aus den Emiraten. Auch die Mädchen gesellten sich nach anfänglicher Schüchternheit dazu. Wie sich jeder vorstellen kann, war es schwer die Meute an dem Abend ins Bett zu befördern.

cupFußballtennis beim Gothia-

Das Turnier für uns begann gleich am nächsten Tag mit einem tollen und mehr als verdienten Sieg gegen ein schwedisches Team. Auch das zweite Spiel wurde, nachdem wir in der ersten Halbzeit nicht aus unserer eigenen Hälfte herauskamen in der zweiten Halbzeit erfolgreich gedreht und mit einem stabilen 4:2, angefeuert von den 2006er Jungs, hart erkämpft gewonnen.Am Abend dann der Höhepunkt der Woche, die Eröffnungsfeier. Mit Tanz, Gesang und fulminanter Pyro wurden alle 75 Nationen mit viel Jubel und Tanz im großen Ullevi-Stadion begrüßt. Schon auf dem Weg ins Stadion begegneten sich die Teams mit Ihren Vereins- oder Landesgesängen. Es wurde getrommelt, gesungen und getanzt. Ganz vorne mit dabei war unser

Mädchen mit Fluchthintergrund. Sah man eine Menschentraube aus unterschiedlichen Nationen, stand sie in der Regel mittendrin. Aber auch die anderen Deerns ließen sich von dieser überwältigenden Partyatmosphäre anstecken. Kein Auge blieb trocken. Keine Stimme blieb verschont.

Party beim Gothia-Cup

Am Ende des Abends waren alle bis zum Ende des Turniers heiser. Zum Glück gab es zum Schluss für die 2008er Teams noch eine kostenlose kalte Dusche aus dem Fenster einer Schwedin, die sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlte. Tja, in Schweden gibt es halt nicht nur Pippi Langstrumpf, sondern auch die Prusseliese.

Den Rest der Woche fasse ich zusammen: Spiel drei gegen ein bärenstarkes Team 1:2 verloren. Spiel vier und fünf wegen Müdigkeit gegen frisch ausgeschlafene schwedische Mädchen aus der Umgebung verloren. Spiel sechs gegen ein britisches Team auf dem Kwiberg, einer Sport-Anlage mit 21 Rasenplätzen, gewonnen. Toller Abschluß! Lautstark unterstützt wurden wir bei dem Spiel von den 2008er 2. E Jungs, die wir kurz danach auch anfeuern konnten. Die Energie reichte noch um gemeinsam im Festival-Zentrum „Heden“ die 2008er 1. E-Jungs anzufeuern. Sie reichte auch noch, die 120 Stufen zur Unterkunft zu erklimmen und wie jeden Abend den Tag beim Fussballtennis ausklingen zu lassen.

Auf der Busreise zurück wurde mehr geschnarcht als gesprochen. Die letzten Reserven gingen für die gemeinsame Altona 93-Schlachtruf beim Eintreffen an der Baurstrasse drauf. Die müden Kriegerinnen schliefen teils bis 13:00 Uhr am nächsten Tag. Aber einig waren sich alle:

Mädchenfussball gibt es nicht, nur Fussball.

Wir, Jungs und Mädchen sind ein Verein.

Das war eine grossartige Reise und nächstes Jahr sind wir, wenn möglich wieder mit dabei!

Liebe Fans, durch Eure Spenden konnten wir die Busreise und die Gebühren die Meldung unseres Teams finanzieren, was Kosten für die Veranstaltung familienerträglich machte. Vielen Dank, dass ihr uns diese Reise ermöglicht habt!

 

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