Ein Hauch von Schweden in Pinneberg

laola

Wer erinnert sich nicht noch an die Europameisterschaft 1992 in Schweden. Jugoslawien wurde disqualifiziert und durch Dänemark ersetzt. Die Dänen gewannen das Finale sensationell gegen Deutschland und wurden Europameister. Auch unsere E2 ist beim Löwinnen-Cup als Teilnehmer nachgerückt.

Von Beginn an spielten Jonna, Leni, Lisbeth, Luisa, Matilda, Romy und Zuzanna mit vollem Einsatz und holten sich in den Vorrundenspielen der Gruppe A 5 Punkte. Damit waren wir Punkt- und Tordifferenzgleich mit den Berlinerinnen. Doch am Ende schossen die Berliner mehr Tore und gewannen die Vorrunde. Sollte das ein schlechtes Omen sein ? Denn nun hieß unser Gegner im Halbfinale Kaltenkirchen – eine Mannschaft, die alle Vorrundenspiele gewonnen, die meisten Tore geschossen und zurecht Erster der Gruppe B wurde. Bibbern war angesagt.

kaltenkirchenDoch vielleicht war es unser Motto. Einen 4. Platz haben wir uns schon erspielt und den 3. Platz können wir noch schaffen – wer weiß. Es war ein laufstarkes Duell und die Mädels voll konzentriert. Alle waren spürbar am Ende ihrer Kräfte und dann – Foul. Es folgte ein Freistoß. Ausgeführt von Matilda. Sollte dies ihr erstes Tor für Altona werden? Der Ball per Direktschuss angelüpft über die gegnerische Mauer und Tor. Doch leider fehlte die 2. Ballberührung – KEIN TOR.

Und es ging weiter. Jetzt stimmte fast jeder Pass, die Gegner wurden komplett schwindelig gespielt. Doch am Ende kam nichts zählbares rüber. Es folgte das 7 Meter schießen. Leni, ihr erstes Mal im Tor, stellte sich cool und gelassen auf die Linie und hielt den ersten 7-er. Ein Freudentaumel. Ein zweiter Hoffnungsschimmer. Jonna verwandelte lässig unseren ersten 7 Meter zum 1:0. Zweiter Schuss Kaltenkirchen und Leni lenkt ihn über die Latte. Großartig! Der vielleicht entscheidende Schuss von Altona wird gehalten, doch der 3. Ball von Kaltenkirchen geht rechts am Tor vorbei. Das Unmögliche ist wahr geworden. Altona steht im Finale !

Der Gegner hieß Berolina Berlin Mitte. Als knapper Vorrundensieger nun ein zweites Aufeinandertreffen. Es begann kämpferisch. Doch wollten wir Ihnen wirklich ein zweites Mal den Sieg überlassen ?

fritz_buchDie Startelf stand. Leider ohne Romy, die sich bei ihrem großartigen Torwarteinsatz verletzt hatte und nun auf der Ersatzbank saß. Adrenalin pur und den Sieg im Blick kam er, der vielleicht entscheidende Siegtreffer von Jonna. Es stand 1:0. Trotz Kampfgeist der Gegner, zunehmender Bedrängnis in unserem 7 Meterrraum wollte der Ball einfach nicht vorbei an Matilda ins Tor.
Und dann Schlusspfiff. Altona hat den Siegerpokal gerockt. Unfassbar. Glückstränen, Laola Welle und Gute Laune pur.

Was für ein Erfolg für unseren Ersatztrainer Fritz, der sich mit seinen E1 Mädchen schon den dritten Platz sicherte. Wir sagen aufs herzlichste Danke Fritz und immer wieder gern mit dir.

Und zu guter letzt haben die Paulaner mit 2:0 gewonnen. Ein rundum erfolgreicher Tag.